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Reginald Garrigou-Lagrange: Des Christen Weg zu Gott
Des Christen Weg zu Gott
Aszetik und Mystik nach den drei Stufen des Geistlichen Lebens

(Stefan Rehder in Die Tagespost zum 1. Advent 2012)   Beinahe ist man geneingt, die Vorsehung zu bemühen, so großartig erscheint, was der Verlag nova & vetera rechtzeitig zum Beginn des von Papst Benedikt XVI. ausgerufenen Jahrs des Glaubens für die Freunde strahlender, unverfälschter Theologie vollbracht hat. (...)
Wer sich auf die nicht alltägliche, aber doch überwiegend leicht verständliche Sprache des Autors einläßt, erkennt schnell, wie sehr der "normale Weg der Heiligkeit" der Berufung des Menschen entspricht und bekommt schon bald Lust ihn - sofern er dies nicht längst tut - auch zu beschreiten. Dabei sind es weniger die bewundernswerte Messerschärfe seines Verstandes, noch der Glanz der Autoritäten, die er in seinem Werk zu Wort kommen läßt (allen voran Thomas von Aquin, aber häufig auch Johannes vom Kreuz, Teresa von Avila oder Franz von Sales) - nein es ist die fast überall zwischen den Zeilen hervorquellende Liebe, mit welcher sich der Autor über die Heiligste Dreifaltigkeit, die Sakramente, insbesondere über die Eucharistie, die Heilige Schrift, aber auch über den Menschen selbst ausläßt. (...)
"Wenige Menschen", zitiert Garrigou-Lagrange an einer Stelle Ignatius von Loyola "ahnen, was Gott aus ihnen machen würde, wenn sie ihm kein Hindernis in den Weg legten." Wer Des Christen Weg zu Gott gelesen hat, hat aufgehört, zu diesen Ahnungslosen zu gehören und eine großartige Hilfe gefunden, um auf dem "normalen Weg der Heiligkeit" zielsicher voranschreiten zu können.


Pater Reginald Garrigou-Lagrange O.P. gilt als einer der bedeutendsten, wenn nicht der bedeutendste Thomist des vergangenen Jahrhunderts. Mit gerade 32 Jahren wird er 1909 nach Rom an die soeben begründete Dominikanerhochschule Angelicum berufen, an der er 1917 den weltweit ersten Lehrstuhl für Spirituelle Theologie begründet. Mehr als 50 Jahre lehrte er am Angelicum, war Konsultor mehrerer römischer Kongregationen, zumeist des Heiligen Offiziums, und zuletzt wichtiger Berater Papst Pius XII. Nicht zu Unrecht beschreibt ihn die Buchvorstellung der deutschen Erstausgabe als den damals bedeutendsten Theologen und Lehrmeister in der Aszese und Mystik. 1960 mußte er seine Lehrtätigkeit infolge schwerer Erkrankung aufgeben und verstarb am 15. Februar 1964.

Der wesentliche Inhalt seiner zahllosen Bücher und Artikel und seiner durch Jahrzehnte dauernden Lehrtätigkeit findet sich in dem hier vorliegenden Werk, das ursprünglich in zwei Bänden erschien. Die ersten Abschnitte enthalten die Grundlagen und Voraussetzungen des Werkes, das das wahre innere Leben behandelt. Es folgt – in allgemein verständlicher, auf das Leben und die praktische Nachfolge gerichteter Darstellung – die Beschreibung des ansteigenden Weges im geistlichen Leben, der über innere Läuterungen und Entfaltungen des Gnadenlebens verläuft. Am Ende steht der überzeugende Nachweis: die eingegossene passive Beschauung ist die Vollendung des christlichen Gnadenlebens.

Das Werk ist eine unerschöpfliche Fundgrube wahren, konsequenten Vollkommenheitsstrebens und schildert das innerliche, organisch wachsende geistliche Leben als die persönliche, vertraute Beziehung der Liebe zu Gott. Es gipfelt in der Eingießung der Gaben des heiligen Geistes und in der Einwohnung der hlst. Dreifaltigkeit in uns. Dieses wohl reifste und von dem persönlichen Streben des Verfassers durchseelte Werk über das "Eine Notwendige" fand schnell seinen Platz bei Laien, Ordensleuten und Priestern. Bald war es vergriffen und wurde in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten oft in Kopie (ca. 1100 Seiten!) weitergegeben, weil es anders nicht zu beschaffen war. Die Neuausgabe legt das Werk in einer einbändigen Sonderausgabe mit unverändertem Text vor.

Dr. Rudolf Graber: In diesem Werk ist eine wahrhafte Summe des inneren, geistigen Lebens geboten. Garrigou-Lagrange ist im Anschluß an die Größten der Thomistenschule der unentwegte Verteidiger der Einheit des geistlichen Lebens und was er bisher in seinen Werken vorlegte, hat er hier zu einer Pyramide gestaltet, deren Spitze die Ewigkeit berührt. Immer wieder wird das große Ziel für alle Christen aufgezeigt: die christliche Vollkommenheit mit dem Hauptgebot der Liebe. Die konsequente Durchführung des Prinzips der Gnade bis in die höchsten Höhen der Vollkommenheit macht dieses Werk unentbehrlich in einer Zeit, in der wir nicht mehr in einer Mittelmäßigkeit leben dürfen.

Dr. Rupert Storr: Der gelehrte und fromme Verfasser, wir betonen beides, hat hier ein umfassendes, eindrucksvolles Wissen vorgelegt. Er hat es geschöpft aus der biblischen Offenbarung, der Lehre der Kirche, der Theologie und der Aszetik und damit ein geistliches Gebäude von gewaltiger Größe errichtet. Hier treffen sich die Väter der Kirche, die großen Theologen, besonders Thomas und Augustinus, die devotio moderna (Thomas von Kempen), die großen Aszeten und Mystiker (Theresia von Avila, Johannes vom Kreuz und nicht zuletzt Franz von Sales), um uns das Schönste und Beste zu sagen, was aus ihrer Zeit zeitlos für immer gilt. Die große Menschenkenntnis und gesättigte Erfahrung machen die Darlegungen des Buches außerordentlich geeignet, den Christen als vollendete Persönlichkeit den Weg, psychologisch gesehen seinen Weg, zu Gott zu führen.




ISBN 978-3-936741-70-4; Erscheinen: Juni 2012, lieferbar
759 Seiten, Leineneinband mit Goldprägung; Format: 17,5 x 24,5 cm, Fadenheftung
Bestell-Nr.: 978-3-936741-70-4 Preis: 78,- EUR Direkt bestellen  Direkt bestellen Warenkorb  In den Warenkorb
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