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Unter den Kennern der Philosophie- und Theologiegeschichte gilt es seit fast hundert Jahren als Allgemeinplatz, daß die Geschichte des Thomismus noch darauf wartet, geschrieben zu werden. Diesem Ziel kommt die Wissenschaft mit dem hier vorliegenden Thomistenlexikon ein gewaltiges Stück näher. Nicht nur im Hinblick auf die deutsche Sprache und unsere Zeit, sondern generell kann man sagen, daß nunmehr zum ersten Mal ein solches Werk vorgelegt worden ist. Das umfangreiche Lexikon verschafft einen zugleich breiten wie in die Tiefe gehenden biographisch-bibliographischen Überblick über die Schule des hl. Thomas von Aquin, des wichtigsten Denkers des Mittelalters überhaupt und der katholischen Kirche im speziellen. Von Fachleuten aus aller Welt werden nicht nur die großen Vertreter der Thomasrezeption, wie etwa Johannes Capreolus, Dominicus Báñez, Johannes a Sto Thoma, Cajetan oder Charles Billuart vorgestellt. Auch zu weniger bekannten und neueren Thomisten finden sich hier erstmals in mühsamer Pionierarbeit erstellte Informationen. Jeder Beitrag wird eröffnet durch einen Lebensabriß des jeweiligen Thomisten, dann folgt ein Aufriß seiner Thomaserklärung bzw. der von ihm vertretenen thomistischen Thesen sowie eine Einschätzung der Rolle, die er in der Geschichte des Thomismus spielt. Abgeschlossen wird jeder der mehr als 200 Artikel mit einer Bibliographie der Primär- sowie der Sekundärliteratur. Schon jetzt gilt das Lexikon der Fachwelt als unverzichtbares Standardwerk der Philosophie- und Theologiegeschichte, das in keiner Bibliothek fehlen sollte.
Unsere Vorschau zeigt Ihnen das Vorwort der beiden Herausgeber, eine Musterseite, das Verzeichnis der aufgenommenen Thomisten und eine Übersicht über die Mitarbeiter des Lexikons.
ISBN 3-936741-37-9; Erscheinen: Oktober 2006
XII Seiten + 738 Spalten; Format: 17 x 24 cm, geprägter Kunstledereinband
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