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Adolph Franz: Die kirchlichen Benediktionen im Mittelalter

Der großen Schaffenskraft des Breslauer Domkapitulars verdankt die Fachwelt neben der Messe im Deutschen Mittelalter ein zweites Standardwerk. Schon zur Zeit seines ersten Erscheinens wurde es euphorisch aufgenommen und ist bis heute unentbehrliches Handwerkzeug nicht nur der Liturgiewissenschaftler. Nach jahrelangem Quellenstudium legte Prälat Adolph Franz 1909 dieses ganz aus den Quellen gearbeitete Werk vor.

Neben zahlreichen Formularen enthält es u.a. auch ein 100seitiges Kapitel Besessenheit, indem sich neben der Schilderung des allgemeinen kirchlichen Vorgehens auch die Entwicklung des Exorzismus bis hin zu den wichtigsten Formeln findet.

Literarische Rundschau, Freiburg 1910, Sp. 387:
Die Bedeutung des Franzschen Werkes erstreckt sich über das eigentliche Fach der Liturgik hinaus auch auf das allgemeinere kulturhistorische Gebiet. ... Man kann überhaupt das neueste Werk von Franz nicht durchstudieren, ohne die Überzeugung zu gewinnen, daß es das bedeutendste ist, welches die Liturgik seit langer Zeit hervorgebracht hat.     Prof. Dr. Ludwig Eisenhofer

Archiv für katholisches Kirchenrecht, Mainz 1910, S. 774:
Mit diesem Hinweis schließt Franz sein monumentales Werk ab, das eine Leistung ersten Ranges in der Liturgiegeschichte darstellt. Der Verfasser hat sich dadurch unter den Forschern auf diesem Gebiet, soweit das Mittelalter in Frage kommt, unstreitig den ersten Platz erobert."     Prof. Dr. E. Göller

Historische Vierteljahresschrift XIII, Leipzig 1910, S. 208:
Franz hat in seinem großen Werke mit außergewöhnlichem Fleiße ein überaus reiches Material verarbeitet. Seine subtilen liturgisch-geschichtlichen Untersuchungen, die sich vielfach auf Wiedergabe zahlreicher, meist aus Handschriften entnommener Formeln gründen, sind von vorbildlicher Gründlichkeit und zeugen von einer tiefgehenden Kenntnis der Geschichte der Liturgik. Franz zeigt auch eine rühmliche Objektivität und Vorurteilslosigkeit, daß er sich nicht scheut anzuerkennen, daß die Entstehung und Ausbildung der kirchlichen Benediktionen nicht nur durch christliche Ideen, sondern vielfach auch durch heidnische Traditionen, nationale Siten, soziale und naturwissenschaftliche Anschauung bedingt ist. ... Der Titel des Werkes läßt kaum erahnen, welch für den Religions- und Kulturhistoriker wichtiger Stoff hier zu finden ist. Für das religiöse Volksleben des Mittelalters bietet es die wertvollsten Beiträge. ... Wir empfehlen das wertvolle Buch von Franz den Historikern und Kirchenhistorikern des Mittelalters zum gründlichen Studium. Die wertvollen Register, die recht ausführlich sind, erleichtern seine Benutzung.     Prof. Dr. Grützmacher

Stimmen aus Maria Laach LXXVIII, Freiburg 1910, S. 535:
Über die kirchlichen Benediktionen ist schon manches geschrieben worden, aber es fehlte bis jetzt eine der heutigen wissenschaftlichen Forschung und dem reichen, teils handschriftlich, teils in Drucken vorliegenden Material entsprechende, streng systematisch sich aufbauende Bearbeitung, welche die einzelnen Benediktionen nicht nur in sich betrachtet, sondern auch ihrer Entstehung wie in ihrer Fortbildung, in ihrem Zusammenhang mit den natürlichen religiösen Ideen und den Traditionen der vorchristlichen antiken und germanischen Kultur wie in ihrer Beziehung zu den Sitten, den Anschauungen und dem gesamten Leben des Volkes. Eine solche hat uns nun Prälat Franz geschenkt. Sie ist das Werk langhährigen und ernsten Mühens.  ... Es ist eine vorzügliche Gabe, die uns Prälat Franz in seinem neuesten Werke darbietet.          J. Braun S.J.

Theologisches Literaturblatt, Leipzig 1912, Nr. 7:
Das Werk beruht in erster Linie auf der Fülle neuen Materials, das es zugänglich gemacht hat. Aber es muß hervorgehoben werden, daß Franz weit mehr bietet als eine Stoffsammlung. Er hat erfolgreich mit der Verarbeitung begonnen. Daß dem Leser in diesen Abschnitten des Werkes der Gegensatz der katholischen Wertung des ganzen Gebietes und der evangelischen Beurteilung desselben vielfach entgegentritt, ist selbstverständlich. Aber das hindert nicht, anzuerkennen, daß Franz überall bestrebt war, den historischen Zusammenhang dessen, das in der Kirche überall geworden sit, mit dem, was in der vorchristlichen Zeit Brauch war, aufzuzeigen. Auch damit hat er der geschichtlichen Wissenschaft einen wirklichen Dienst getan.        Prof. Dr. Hauck

Thelogisch-praktische Quartalschrift, Linz 1911, S. 640ff: 
Der Herr Verfasser dieses großangelegten Werkes darf wegen seiner ausgedehenten liturgisch-handschriftlichen Kenntnisse als der erste deutsche Liturgiker der Gegenwart angesehen werden.         Prof. Dr. Andreas Schmid

Reprographischer Nachdruck der Originalausgabe Freiburg 1909



ISBN 3-936741-04-2; Erscheinen: März 2006 - lieferbar
2 Bände, Hardcover, insg. ca. 1.400 Seiten; Format: 15,3 x 22,3 cm
Bestell-Nr.: 3-936741-04-2 Preis: 118,- EUR Direkt bestellen  Direkt bestellen Warenkorb  In den Warenkorb
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